WWDC Apple News

Posted on Montag 11 Juni 2007

Was ist passiert? Allem vorweg: Apple hat einen neuen Internetaufritt!!! Das ist Wahnsinn, denn der wurde seit zig Jahren nicht geändert! (Apple.com)

Kurz zusammengefasst, was auf der WWDC passiert ist (Quelle: macnews.de):

1. Es gibt einen neuen Desktop und einen neuen Finder:
Das Dock und die Menüleisten haben einen neuen 3D-Look erhalten und sind teilweise transparent. Durch ein konsistenteres Gesamtbild soll das aktive Fenster deutlicher in den Vordergrund treten. Zudem nimmt das Dock nun auch Ordner auf - und Dokumente oder Applikationen lassen als Stapel im Dock integrieren und öffnen. In einer Seitenleiste lassen sich zudem Macs und Server mit Spotlight durchsuchen - dieses Features ist bereits bekannt gewesen. Und: Mit gebürstetem Aluminium in in MacOS X ein für alle Mal Schluss.
2. Back to my Mac:
Dateien lassen sich auch dann austauschen, wenn sich zwei Macs nicht im selben Netzwerk befinden. Die Funktion heißt “Back to my Mac” und soll wie iTunes funktionieren. In einer Seitenleiste sieht man auf einen Blick alle freigegebenen Ordner, auf die man Zugriff hat. In Zukunft wird .Mac die IP-Adresse des Computers kennen, über diesen Dienst dürfte auch der Austausch mit Rechnern außerhalb des lokalen Netzwerks möglich sein. Cover Flow scheint in Zukunft nicht mehr ausschließlich für itunes zur Verfügung zu stehen. Auf der Keynote blättert Jobs damit auch in Dateien und Bildern. Er zeigt den Programme-Ordner in Cover Flow, der Album-Cover-Ansicht, die wir aus iTunes kennen. Und das funktioniert sogar mit anderen Rechnern im Netzwerk. .Mac scheint immer mehr zum digitalen Hub für Rechner im Netzwerk zu werden: Man sieht auf einen Blick alle verbundenen Rechner und zeigt sie an. Auch Spotlight hat - wie angekündigt - gelernt - im gesamten Netzwerk zu suchen.
3. QuickLook:
Anscheinend ersetzt QuickLook die Funktion der Vorschau-Applikation. Texte, Bilder PDF-Dateien lassen sich dann in Leopard ansehen, ohne dass man zuvor eine Applikation öffnen muss. Die Vorschau ist ins System integriert und geschieht in Echtzeit. QuickLook lässt sich aus dem Finder heraus nutzen, aber auch im Zusammenspiel mit Cover Flow.
4. Leopard ist komplett in 64 Bit:
Es ist damit das erste Mainstream-Betriebssystem, das vollständig als 64-Bit-System vorliegt. Es wird allerdings weiterhin nur eine Version (DVD) von Leopard geben, die sowohl 32-Bit als auch 64-Bit kann. Ein Vorteil des 64-Bit-Systems ist die Schnelligkeit: Die 64-Bit-Version wendet einen Effekt auf ein 4-Gigabyte -Bild in nur 28 Sekunden an, auf dem gleichen Testsystem braucht die 32-Bit-Version 81 Sekunden.
5. Core Animation
Die bereits im Vorjahr angekündigte Bibliothek für Entwickler soll es leicht für Programmierer machen, die Bibliothek zu verwenden und die neuen Funktionen in ihre Applikationen einzubauen. Als Demo führte Jobs auf der Keynote ein Werbe-Video vor, in allen fliegenden Fenstern laufen verschiedene Clips ab. Das Video ist nicht gerendert, Core Animation schafft das live.
6. Boot Camp, aber keine eigene Virtualisierung von Apple:
Auch die sechste “Neuigkeit” - Boot Camp - ist bereits bekannt. Selbst virtualisieren wird Apple jedoch nicht, man ist - so Jobs - mit der Arbeit von Parallels und VMWare sehr zufrieden.
7. Spaces, die virtuellen Desktops in Leopard:
Im Zusammenspiel mit den anderen Änderungen an der Oberfläche ergeben sich neue Möglichkeiten für die Verwaltung von mehreren Schreibtischflächen, die so genannten Spaces. Für die Effekte in Spaces sorgt Core Animation. Man kann die Anwendungen in einem Space gruppieren und dann von einem Desktop zum nächsten wechseln. In einem Space läuft ein Spiel, in einem anderen läuft etwa eine Office-Anwendung.
8. Widgets zum Selbermachen:
Das Dashboard bekommt neue Widgets, so sucht beispielsweise Movie Times nach Kinovorstellungen und kauft auf Wunsch die Tickets. Außerdem zeigt es Filmvorschauen an. “Web Clip” bastelt aus Teilen von Webseiten neue Widgets. Dabei kann man die Ränder der selbst erstellten Widgets wählen. Vom Hocker reißen diese Neuigkeiten die Zuhörer auf der Keynote jedoch nicht. Schließlich gibt es bereits über 3000 Widgets.
9. Neuigkeiten bei iChat:
iChat lerne - so Jobs - ein wenig von Photobooth. iChat bekommt allerlei bunte Effekte spendiert. Außerdem wird die Audioqualität besser, dafür sorgt der AAC-LD (Low Delay)-Codec. Neu sind außerdem die Tabs, das iChat-Theater zum Zeigen von Fotos im Video-chat und vieles mehr.
10. Time Machine
Time Machine ist eine Backup-Funktion, die mit der aktuellen Airport-Basisstation zusammenarbeitet. So lässt sich ein Computer automatisch sichern - über eine daran angeschlossene USB-Festplatte. Auch das Wiederfinden von Dateien soll einfach und zeitsparend von statten gehen.
11. Zugabe: Der Preis für den Leoparden
Leopard kostet 129 US-Dollar und soll im Oktober erscheinen.
One more thing
Das traditionelle “one more-thing” am Schluss der Keynote der WWDC 2007 betrifft nicht mehr den Leoparden, sondern Safari. Den Apple-Browser wird es künftig auch für Windows-User geben. Im Moment liegt der Marktanteil bei 4,9-Prozent, der Internet Explorer habe 78 und Firefox 15 Prozent weltweit inne. Das solle sich ändern. Jobs verweist zudem auf die Schnelligkeit der Apple-Applikationen für Windows. Mit iBench liege die Reaktionszeit des Internet Explorers bei 4,6 Sekunden, die von Firefox bei 3,7 Sekunden und die von Safari nur bei 2,2 Sekunden. Eingebaut ist eine Suche für Google und für Yahoo, es gibt eine neue Tab-Funktion - wie bereits in Firefox lassen sich die kleinen Reiter mit der Maus aufnehmen und an einer anderen Stelle platzieren.
One last thing
Zu allerletzt wendet sich Jobs noch einmal dem iPhone zu. Entwickler werden Applikationen für das iPhone schreiben dürfen, genauer gesagt: Web-Applikationen, die auf AJAX beruhen. Scott Forstall, der Vice President der iPhone Division zeigt, dass alle Applikationen auch in Safari laufen, das scheint auch ein Grund für die Windows-Version zu sein. Der Clou dabei: Alle iPhone-Applikationen bringen die Haptik des Gadgets auf den Computerbildschirm. Als Beispiel für eine AJAX-Applikation wird ein kleines Programm gezeigt, das über LDAP auf eine Adress-Datenbank zugreift - dafür braucht es laut Programmierer nicht mehr als 600 Zeilen Code. aus der Web-Applikation lassen sich Karten in Google aufrufen, man kann telefonieren und auf das eingebaute Adressbuch zugreifen. Dies, so Jobs Schlusswort, sei eine sehr moderne Art zu entwickeln - Google baue seine Applikationen auf diese Weise.”


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