Die allererste VWL A Vorlesung dieses Semesters - draussen regnets, im kuscheligen Hörsaal I drängen sich über 700 Leute und der Professor entpuppt sich als ähnlich mitreissender Redner wie unsere zukünftige Bundeskanzlerin…
Nach einem gemütlichen Kaffee im E-Raum begann viertel vor zwölf der Marsch zum bereits völlig überfüllten Hörsaal.
Der Barmherzigkeit einer Kommilitonin mit dem Nachnamen einer bergischen Kleinstadt hatten wir es zu verdanken, dennoch in den Genuss von Sitzplätzen zu kommen.
Nachdem sich der Prof. durch die auf dem Boden sitzenden Studentenmassen gekämpft hatte, begann die eigentliche Qual… In der Geschwindigkeit eines wachsenden Grashalms wurden uns die “wichtigsten” VWL-Grundkenntnisse nähergebracht. Was mit Hilfe eines Buches in nur 2 Minuten in unsere offensichtlich für den Dozenten klein geratenen Hirne gelangt wäre, erstreckte sich so auf eine geistige Durststrecke von unglaublichen 90 Minuten der leidenschaflichsten Vortragsweise, seit es überhaupt Vorträge gibt. Und damit wir auf garkeinen Fall überfordert sind, wurde uns mit einer sofortigen Wiederholung eines jeden “Fremdwortes” (z.B. “immaterielle Güter”) im gleichen Tonfall klargemacht, dass es sich doch um ein memoriables Wort handele. Genial! ![]()
10 Minuten vor Schluss war dann auch schon Schluss - schnell raus um gleich nicht von der Herde wilder Studenten zertrampelt zu werden. Zeit um sich einen Kaffee reinzupfeifen und sich um den Blog zu kümmern.
Weiter gings um 15 Uhr mit P-Recht - der Flur vor Aula 1 natürlich wieder randvoll mit wissensdurstigen Erstsemestern. Unser Plan nicht in dem Pulk reinzustürmen, sondern etwas zu warten ging nicht auf. Verzweifelt durchsuchten wir die Reihen nach freien Plätzen - ohne Erfolg. So blieb uns dann nur eine kleine Treppe ganz unten, nah an unserem neuen Jura-Gott, nennen wir ihn mal “Arnie”… Ein typischer Jurist, in schwarzem Anzug, Nickelbrille, und dem Charme des deutschen Steuerrechts. Trotz tosendem Lärm, absolvierte er souverän sein Programm, das man sich auch getrost runterladen, und sich selber vermitteln kann. So war es auch kaum verwunderlich, dass gegen Ende seiner Vorstellung fast mehr freie Plätze als Zuhörer im Saal waren… Danke Uni, dass es dich gibt!!!
Ein Gastbeitrag von Johannes - Dankeschön








